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Effizientes Beteiligungsmanagement bei Burda Digital, Predictive Planning und RPA: Saxess Software & Corporate Planning mit Vortrag sowie Partnerstand bei der BARC Digital Finance & Controlling 2019

Aussteller-Raum der BARC Digital Finance & Controlling 2019

Effizientes Beteiligungsmanagement bei Burda Digital, Predictive Planning und RPA: Saxess Software & Corporate Planning mit Vortrag sowie Partnerstand bei der BARC Digital Finance & Controlling 2019

Effizientes Beteiligungsmanagement war das gemeinsame Thema mit dem Saxess Software und Corporate Planning bei der diesjährigen BARC Digital Finance & Controlling 2019 in Würzburg mit einem gemeinsamen Stand angetreten waren. Aufgrund der Öffnung des BARC-Veranstaltungskonzepts von der reinen Planung auch in Richtung Prozessautomatisierung im Controlling und der Buchhaltung, war nicht nur der Raum für die Aussteller eng gefüllt, sondern auch die Agenda der Veranstaltung und damit die Interessen der Besucher breit gefächert.

Beteiligungsmanagement stand gleich zwei Mal auf der Agenda der diesjährigen BARC-Veranstaltung „Digital Finance & Controlling“ im rustikal-industriellen Bürgerbräu-Gebäude in Würzburg. Einmal zeigte Lena Heupel, Beteiligungscontrollerin von Burda Digital, wie die Portfoliosteuerung mit Standardschnittstellen und dem Data Warehouse von Saxess Software sowie der Corporate Planning-Software erfolgreich und vollintegriert funktionierte. Etwas später zeigte Hannah Dremel, Senior Accountant von Flixbus, wie das schnelle, expansive Wachstum des damaligen Start-Ups auch bald seinen Tribut in Form eines effizienten Beteiligungsmanagements der einzelnen Ländergesellschaften erforderte. Weiterhin zogen die Themen Robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA), Predictive Planning und sogar Blockchain die Besucher in 3 urigen Keller-Kinos mit Popcorn in ihren Bann.

Vielseitig & unterschiedlich integriert: Effizientes Beteiligungsmanagement bei Burda Digital und Flixbus

Zum Thema Beteiligungsmanagement machte Lena Heupel, Beteiligungscontrollerin von Burda Digital, am zweiten Tag der BARC Digital Finance & Controlling 2019 den Anfang. Aufgrund der Tatsache, dass Burda Digital mit seinen Digitalunternehmen mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes erwirtschaftete, wurde 2013 die Initiative eines aktiven Portfolio-Managements mit Best Practice-Reporting als strategischer Investor gestartet. Die Herausforderungen dieses Reportings lagen nicht nur in der Datenintegration von verschiedenen ERP-Systemen (u.a. diverse SAP-Systeme, Comarch, FiBuNet und diverse Eigenentwicklungen). Sondern auch deren verschiedene Sichten (FI <> CO, EBT <> PC I <> PC II) und verschiedene Kontenrahmen sowie Bilanzkennzahlen spielten eine Rolle.

Saxess Software konnte hier sowohl für eine konsistente, einheitliche Datenintegration durch Standardschnittstellen in ein Data Warehouse als auch für einen Drilldown bis auf Kontenebene sorgen. Corporate Planning deckte die Anforderungen von Burda Digital an eine flexible und integrierte Finanzplanung mit einem Cashflow aus frei definierbaren Strukturen voll und ganz ab. Thorsten Riechers von der Corporate Planning AG zeigte der Vollständigkeit halber noch einmal, wie einfach neue Beteiligungen in Corporate Planner Finance angelegt, geplant und überwacht werden können.

Hannah Dremel, Senior Accountant von Flixbus bei der BARC Digital Finance & Controlling 2019

Hannah Dremel, Senior Accountant von Flixbus, zeigte ein paar Vorträge später eine andere Vorgehensweise bei ähnlicher Problemstellung. Als Start-up gestartet hat sich Flixbus innerhalb kürzester Zeit zum Global Player mit derzeit 26 Ländergesellschaften gemausert. Doch für eine integrierte Finanzplanung und effizientes Beteiligungsmanagement musste auch hier die Hürde der unterschiedlichen Buchhaltungssysteme, die in den Ländergesellschaften eingesetzt sind, genommen werden. Hierbei wurde weitestgehend auf Oracle vertraut und für einen integrierten Datenfluss versucht, alle 26 Ländergesellschaften auf die Oracle Cloud-Softwareplattform zu heben – mit einem Teilerfolg: bei 11 Gesellschaften in 6 Ländern funktioniert die integrierte Datenübertragung bereits.

Die noch nicht angebundenen Gesellschaften senden teilweise Excel-Listen, die manuell ins System eingelesen werden. Der Plan sei es, auch die noch fehlenden Gesellschaften auf Oracle zu migrieren, wobei da auch teilweise heftiger Widerstand einiger Gesellschaften zu erwarten wäre. So erscheint die Datenintegration durch Standardschnittstellen zumindest vom Standpunkt der Überwindung von Benutzer-Widerständen als die attraktivere Lösung.

Jenseits des Beteiligungsmanagements: Predictive Planning, Robotic Process Automation (RPA) und Blockchain als neue Trends auf der BARC Digital Finance & Controlling 2019

Neben dem Thema Beteiligungsmanagement gab es sowohl alte Klassiker wie Predictive Planning als auch brandneue Trends und Anwendungsbeispiele von Robotic Process Automation (RPA) sowie Blockchain auf der diesjährigen BARC Digital Finance & Controlling zu bewundern. Neben Oracle und Bissanz führte jetzt auch Prevero das Predictive Planning mit der Unterstützung von KI ins Feld. Die Relevanz des Themas zur Verkürzung des Top-Down-Planungsprozesses, indem Kostenstellenleiter somit auch schneller mit ins Boot geholt werden können, wurde auch von einigen Teilnehmern bestätigt. Da ein Großteil der Anbieter von Planungssoftware auf einfache, Excel-nahe Interfaces mit leistungsstarken, mehrdimensionalen OLAP-Datenbanken im Bauch schwören, sind die Präsentationen in den Vorträgen zwar fast alle beeindruckend und einfach am gezeigten Beispiel zu bedienen, doch wird wenig darüber gesprochen, wie lange das Design eines mehrdimensionalen Datenmodells in Anspruch nehmen kann und wie hoch die Flexibilität dessen wirklich ist.

Vortrag Unit4 Prevero zu Predictive Planning

Durch die Öffnung des Programms von einer „Integrierte Planung und BI“ hin zu einer „Digital Finance & Controlling“-Veranstaltung rückte auch das Thema Prozessautomatisierung stärker in den Fokus der Teilnehmer. Interessiert wurde den Ausführungen von Prof. Dr. Jörg H. Mayer, Head of Digital Acceleration Team, der Schott AG gefolgt, als er von seinem Projekt zu Robotic Process Automation (RPA) berichtete. Dabei übernehmen intelligente Softwareroboter manuelle Benutzereingaben über die reguläre Benutzeroberfläche wie z.B. die Dateneingabe in ein ERP-System. Die Verwendung von Programmierschnittstellen (APIs), und somit ein vermeintlich zeit- und kostenintensiver Automatisierungsprozess soll so vermieden werden.

Bei dem Beispiel unterschiedlich eingehender Bestellungen via PDF oder formlos per E-Mail mag dieses Szenario auch noch Sinn ergeben. Jedoch zeigte Herr Prof. Dr. Mayer auch einen Prozess, wo Kontostände aus einem Bank-Account der Firma mithilfe von RPA als PDF exportiert wurden. Aus unserer Perspektive erschien hier ein Datenintegrationsprozess wesentlich sinnvoller, da auch die Daten aus dem PDF nicht medienbruchfrei weiterverarbeitet werden können. Als er dann auch noch die Aufwände von 15 RPA-Programmierern, die auf einem leergefegten Markt auch nicht einfach und kostengünstig zu bekommen sind, anführte und auch die Anfälligkeit der Prozessautomation bei Änderungen des User Interfaces eingestand, schien der Zeit- und Kostengewinn gegenüber Datenintegrationsprozessen zumindest beim Datenexport für uns doch etwas fraglich. Auch im nachfolgenden Gespräch mit den Teilnehmern wurde RPA hauptsächlich als „Krücke“ und Übergangslösung gesehen bis offene APIs an allen Systemen etabliert wären.

Der letzte große Trend namens Blockchain wurde ebenfalls interessiert aufgenommen, jedoch das höchste Nutzenpotential in der Verwaltung & Compliance gesehen, wo beispielsweise bei Vertragsabschlüssen und Finanztransaktionen für mehr Sicherheit gesorgt werden kann. Für das Controlling sahen die meisten Teilnehmer keinen passenden Use-Case.

Was war Ihr Eindruck von der BARC Digital Finance & Controlling? Welche Trends sehen Sie? Schreiben Sie es uns in die Kommentare.  

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